Osmoregulation bei wirbellosen Tieren

Erste Frage Aufrufe: 1004     Aktiv: 26.06.2023 um 09:32

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Einige wirbellose Tiere wie die Strandkrabben, Seesterne und zuckmückenlarven können im Gezeitenbereich unter erheblichen Schwankungen des Salzgehaltes leben. In versuchen wurde die Fähigkeit der Tiere zur Osmoregulation innerhalb ihres Toleranzbereichs untersucht. Im folgenden Material sind die Ergebnisse dargestellt.

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Aufgabe: Beschreiben Sie unter Nutzung des Materials die Veränderung des Salzgehaltes der Körperflüssigkeit in Abhängigkeit vom Salzgehalt des Außenmediums getrennt für jede Tierart. Stellen Sie anschließend Überlegungen dazu an, inwieweit die Organismen in der Lage sind, den Salzgehalt Ihrer körperflüssigkeit auch bei Schwankungen des Salzgehaltes im Außenmedium konstant zu halten.

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In der Grafik ist zu sehen, dass zwischen Umgebungsmedium und Zuckmückenlarve kein osmotischer Austausch stattfindet. Ihr Salzgehalt bliebt also homöostatisch vom Aussenmedium unbeeinflusst. Damit ist sie ein Beispiel für einen strengen Osmoregulierer. Dies muss durch aktiven Epitheltransport geschehen, da sich die Homöostase durch physikalische, also nicht aktiv beeinflussbare Faktoren wie Diffusion, Nahrungsaufnahme und Defäkation ändert. Die Zuckmückenlarve hat den engsten Toleranzbereich. Der Salzgehalt in den Zellen des Seesterns ändert sich im gleichen Maß, wie der der Umgebung. Es findet keine Osmoregulation statt. Er ist ein Beispielorganismus für einen strengen Osmokonformer. Die Strandkrabbe besitzt den weitesten Toleranzbereich. Bezüglich des Salzgehaltes ist sie euryök. Die Zellen der Strandkrabbe regeln den Salzgehalt dynamisch: Bei geringem Salzgehalt des Mediums steigt der Zellsalzgehalt zunächst stärker. Über einen weiten Bereich steigt er dann nur schwach. Bei hohen Salzgehalten findet kaum oder keine Osmoregulation statt. Damit ist die ein Beispielorganismus für einen beschränkten Osmoregulierer. Die maximale Salztoleranz teilt sie mit dem Seestern. Ein wichtiger Faktor für die Osmoregulation ist die Permeabilität der Haut. Kiemen und die Haut von Amphibien sind hoch permeabel. Die Haut der Osmoregulierer (terrestrische Tiere und Insekten) ist nur in geringem Maß permeabel. Weitere Faktoren sind Nahrungsaufnahme, Salzgradient, Oberfläche-Volumen-Verhältnis, Atmung und Stoffwechsel. (Eckert 1983:433f.) Leider besitzt die Grafik keine Skala mit konkreten Angaben zum Salzgehalt. Das Medium kann, wie bei Süßwasser, auch geringer als im Zellinnern sein. Quelle: Roger Eckert: Tierphysiologie, 1983, S. 429ff. Kap. Osmoregulation und Exkretion.

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