Kann mir jemand die Radiocarbon-Methode erklären?

Aufrufe: 81     Aktiv: 20.03.2021 um 01:46

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Ich hab verstanden, dass lebende Organismen natürlich vorkommendes 14C aufnehmen (Pflanzen über Photosynthese, Tiere über Nahrungskette, da sie Pflanzen fressen). 14C ist ein radioaktives Isotop mit konstanter Zerfallsrate, das heißt sobald das Lebewesen tot ist , zerfallen die 14C Isotope. Dabei ist dann nach 5730 Jahren die Hälfte der Isotope zerfallen. Stimmt doch erstmal so oder? Jetzt zu meiner Frage: Wenn ich ein Fossil untersuche und da eine bestimmte Anzahl an 14C Isotopen feststelle muss ich doch auch wissen wieviel es ursprünglich mal gewesen sind oder? Sonst bringt einen die Info mit der Halbwertszeit doch auch nichts. Hatte ein Video auf Youtube geschaut und da hieß es irgendwie das hat was mit dem Verhältnis zu 12C zu tun. Das versteh ich leider nicht so ganz.

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Hallo. Ich denke hierbei ist es wichtig zu wissen, dass im lebenden Organismus stets ein bestimmtes Verhältnis zwischen den versch. Kohlenstoffisotopen herrscht (14C, 13C, 12C). Wie du bereits erwähnt hast, fängt dann die "14C-Stoppuhr" ab dem Todeszeitpunkt quasi an zu laufen, da 14C instabil ist (im Gegensatz zu anderen C-Isotopen) und nun nichtmehr durch Ernährung/Metabolismus nachfließt. Das Zerfallsgesetz ist bekannt und lässt sich mathematisch beschreiben: Halbwertszeit T1/2=5730a. D.h. man kann über Messung des 14C-Anteils am Gesamtkohlenstoff der Probe rekonstruieren wie groß die Zahl/Aktivität der 14C-Atome war, indem man sich auf das Verhältnis zu 13C,12C beruft. Die Anzahl N der 14C-Atome zum Zeitpunkt t lässt sich folgendermaßen ausdrücken: N(t)=N(0)e^(-×t) , wobei x=ln(2)/(T1/2) Umstellen der Formel nach t ergibt dann die Zeit.

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